The Pen for Licenses
Das Rust-basierte CLI-Tool für Profis: stift automatisiert Microsoft CSP Management über Cloud-iQ. Identifizieren Sie Overselling, sichern Sie Compliance und exportieren Sie Reports blitzschnell – lokal, sicher und ohne Portal-Geklicke.
Schluss mit Portal-Tourismus: Warum Lizenz-Management im Terminal immer schneller ist als in "der Cloud"
Herstelleragnostizität ist kein Claim, es ist eine Arbeitsweise. In der IT wird gern über „Herstellerunabhängigkeit“ gesprochen. Klingt ausgezeichnet, verkauft sich gut, fühlt sich im Slide-Deck wunderbar erwachsen an.
In der Praxis ist das aber selten eine Frage von Gesinnung. Es ist eine Frage von Arbeitsweise.
Herstelleragnostisch wird du nicht, weil du ein bestimmtes Logo meidest. Du wirst es, wenn du ein paar simple Dinge konsequent beherrschst:
- Daten strukturiert abfragen (statt klicken)
- Informationen normalisieren (statt Screenshot-Sammelalbum)
- Auswertungen reproduzierbar machen (statt Bauchgefühl)
- Entscheidungen dokumentieren (statt „das war bei uns schon immer so“)
Und genau aus dieser Denkweise ist „stift“ entstanden.
Warum „stift“? Weil Reibung teuer ist.
Ich komme ursprünglich aus dem Software Asset Management (SAM). Und wer SAM mal ernsthaft gemacht hat, weiß: Die eigentliche Arbeit ist selten „Lizenzwissen“. Die eigentliche Arbeit ist Fakten sammeln.
Die Fakten liegen aber typischerweise verteilt über:
- Mandantenfähige Strukturen
- viele Kunden / Tenants
- Subscriptions mit Laufzeiten, Status und automatischen Verlängerungen
- Portale mit … sagen wir: Optimierungspotenzial
Der Alltag sieht dann schnell so aus: man klickt sich durch, exportiert irgendwie, sortiert nach Excel, baut Tabellen, klickt sich was in PowerBI zusammen und hofft, dass man nichts übersehen hat. Besonders gern übersehen: Ablaufdaten und “stille” Verlängerungen, die dann sehr zuverlässig Budget in Rauch verpuffen lassen.
„stift“ soll helfen genau diese Reibung eliminieren.
Was ist „stift“?
stift ist ein kleines, plattformübergreifendes CLI-Tool (Command Line Interface), das mit dePortal Cloud-iQ API spricht, CSP-Portfolios abfragt und die Ergebnisse so ausgibt, dass man (automatisiert) damit arbeiten kann:
• im Terminal (für den schnellen Überblick)
• als CSV / JSON / ODS (für Meetings, Reviews, Analysen)
Kein Portal-Klicken, kein Copy/Paste-Workout, kein „Moment, ich suche kurz den Tenant…“.

Für wen ist das gedacht?
Primär für alle, die CSP-Portfolios professionell betreuen und dabei nicht nur Lizenzvertrieb machen wollen, sondern Transparenz + Governance als Service liefern:
- CSP Reseller / T2-Partner (Portfolio-Übersicht, Review-Vorbereitung, proaktive Ablaufsteuerung)
- Lizenz- und SAM-Consultants (Faktenbasis statt Portal-Tourismus)
- Managed Service Provider (Governance als wiederholbarer Prozess, nicht als Bauchgefühl)
Gleichzeitig ist stift bewusst nicht als reines Partner-Werkzeug gebaut:
Mit dem T1-Modus können auch Endkunden (und dort vor allem Lizenzmanager ab einer gewissen Größe) ihre eigenen Tenants auswerten, Laufzeiten im Blick behalten und Reports erzeugen ohne dass dafür ein kompletter Portal-Workflow zur Lebensaufgabe wird.
Denn ab einer bestimmten Anzahl an Tenants und Subscriptions gilt:
Und am Ende ist das Geld häufig besser über Dienstleistung und Governance verdient als über reines Durchreichen von Lizenzen. Dienstleistung braucht… genau: Transparenz.
Die wichtigsten Features (späte Beta)
- Kunden finden, anzeigen, verstehen
- Kunden listen
- Kunden suchen
- Kundendetails anzeigen (inkl. Subscriptions)
Das ist die Basis, um überhaupt sinnvoll beraten zu können: Was ist da?
- Ablaufende Subscriptions über alle Kunden hinweg
Das ist mein persönlicher Favorit, weil es im Alltag den größten Effekt hat
- „Welche Subscriptions laufen in den nächsten 30/60/90 Tagen aus?“
- Und zwar nicht pro Kunde, sondern über das komplette Portfolio.
Das ist der Unterschied zwischen „wir reagieren“ und „wir führen“.
- Tree-View für Portfolio-Strukturen
Organisation → Kunden → Subscriptions als Baumdarstellung.
Ideal, um Strukturen schnell zu erfassen (oder um sich selbst daran zu erinnern, wie komplex manche “eigentlich einfache” CSP-Setups werden können).
- Export in Formate, die Menschen wirklich nutzen
- CSV (schnell, universell)
- JSON (für Automatisierung / weitere Tools)
- ODS (Standard für offene Dokumente, ja, Excel kann’s auch öffnen)

Zusätzlich gibt’s Varianten wie „compact“ vs. „full“ – je nachdem ob du einen Management-Ready-Meeting-Überblick brauchst oder die volle Detailtiefe.

- Single Binary, drei Plattformen
Hier drauf bin ich besonders stolz. stift wird als einzelnes Binary ausgeliefert. Ohne große Installer, 25 Files, irgendwelche Runtime-Diskussionen, externe Lizenzabhängigkeiten oder eine ganz spezifische Platform oder gar Cloud-Services als Notwendigkeit. Unterstützt werden:
- Linux
- macOS (Apple Silicon/ARM)
- macOS (Intel)
- Windows
Download, ggf. ausführbar machen, fertig. Komplett in Rust entwickelt, nativ kompiliert: keine .NET-/JVM-Runtime, kein JIT, keine Garbage-Collector-Pausen. Was du bekommst, ist ein echtes Binary. Schnell, schlank, transparent, berechenbar. Der Rest ist Konfiguration.
Beispiel-Workflows aus der Praxis
Morgenroutine (nennen wir es Portfolio Hygiene)
- Tree anzeigen lassen
- Abläufe in 30 Tagen prüfen
- Abläufe in 90 Tagen prüfen
- ggf. Export für das nächste Kunden-Review erzeugen
Kunden-bzw. Management-Review vorbereiten
- Kunde anzeigen
- Subscriptions als CSV/ODS exportieren
- Laufzeiten, Mengen, Status markieren
- Gespräch auf Fakten statt Gefühle stützen (wir sind hier schließlich in der IT)
Downloads
Die aktuellen Builds findest du hier:
➡️ https://www.pandolin.io/stift-download
Beta-Status: Feedback ausdrücklich erwünscht
stift ist in einer späten Beta-Phase. Die Kernfunktionen sind da, jetzt geht es um:
- Edge Cases aus echten Portfolios
- Berechtigungen / Mehr-Org-Szenarien
- Pagination / Sonderfälle
- Formatwünsche für Exporte
- „Was fehlt euch im Alltag wirklich?“
Feedback (gerne auch gnadenlos ehrlich) an: stift@pandolin.io